Die Geschichte des Kunq Fu

Kung Fu, eine chinesische Form der Kampfkunst, ist die älteste aller Kampfsportarten.
Über den exakten Ursprung gibt es keine authentischen Nachweise, aber aus früheren Berichten geht hervor, daß der große gelbe Kaiser Huang Ti, als erster Kung Fu in einer Schlacht im Jahre 2674 v.Chr. angewandt hat.
Einen besonderen Einfluss erfuhr das Kung Fu durch das Buch Tao – te King, das Lao – tse etwa um 600 v. Chr. mutmaßlich schrieb.
Der hier angesprochene Taoisimus stellt einen Weg zur Erreichung höherer Bewußtseinsstufen dar, gemäß der Anschauung, dass die Natur alle Dinge lenke und leite.
Kung Fu und der Taoismus weisen eine parallele Entwicklung auf : Die Philosophie der Kung Fu Kämpfer war im Taoismus fest verwurzelt.
Beide entwickelten sich zu Systemen, die auch Atem und Mediationstechniken mit einbezogen.
Die taoistischen Mönche beherrschten ganz hervorragend alle Formen des Kampfes ,die Kung Fu Kämpfer wiederum machten sich die Philosophie des Tao und seine Praktiken zu eigen.
Ein indischer Priester namens Bodhi – Dharma, Gründer und erster Patriarch des Zen-Buddhismus, lehrte anfangs des 6. Jh. im Chaolin-Tempel der Provinz Honan in Verbindung mit dem Zen eine Kampfkunst, die als die „geschlossene Faust als Waffe“ bezeichnet wurde.
Die indischen Techniken wurden später von chinesischen Mönchen zu deren eigenem Shaolin Stil verändert.
Zu Beginn wurde dabei das Hauptgewicht auf Atemkontrolle und geistige Konzentration irn Rahmen verschiedener rhythmischer Bewegungsübungen gelegt.
Ziel dieser Bewegungs-Meditations-Übungen war es letztlich, den „ungetrübten“ Geist auf die Glieder übergehen zulassen, um dadurch die völlige Einheit zwischen Geist Körper und Seele zu erlangen.
Einige Zeit später wurden diese Übungen praktisch weiterentwickelt und fanden in den „19 Boxübungen des LO-HAN“ als Kampftechniken ihre Grundlage für das Shaolin-Kung-Fu.
Kung Fu ist also ein philosphischer Teil von Taoismus und Buddhismus. Es ist die Kunst das Wesentliche des Geistes mit der körperlichen Technik in Übereinstimmung zu bringen, in welcher der Geist zum Tragen kommen soll
Die Bewegungen des Kung Fu sind stark mit denen des Geistes verknüpft.
Der Geist will und der Körper führt aus.
Im Rahmen der gesamten Entwicklung des Kung Fu dominierten zwei Schulen:
die Harte(Äußere) und die Weiche (Innere).
Die Harte Schule konzentriert sich auf Schnelligkeit, auf die Koordination der Bewegung; sowie auf körperliche Kraft und somit auf das Aggressivere; dabei werden hohe Stellungen, kraftvolle Stoß- und Schlagtechniken, hohe Tritte und Sprünge verwendet.
Die weiche Schule glaubt an die Milde und an die Einheit von Geist und Körper, bei der Festigkeit zusammen mit der Atmung und dadurch der ganze Körper trainiert wird. Bei ihr werden tiefe Stellungen, geschmeidige Ausweich- und Meidbewegungen und elegante, ballettartige Kombinationen verwendet.
Trotz allem findet man bei beide Schulen einen gewissen gemeinsamen Grad sowohl von Entschlossenheit und Sanftheit im Wesentlichen und Unwesentlichen. Man schätzt , daß etwa 360 verschiedene Stile erschaffen wurden, wobei jeder nur eine Variante der zugrundeliegenden Shaolin-Methode (18 Boxübungen d. Lo-Han) war. An dieser Stelle sollen nur einige dieser Stile genannt sein: zur harten Schule gehören unter anderem Adlerklauen-, Gottesanbeterinnen-, Drachen- sowie Tiger Stil. Demgegenüber zählen zur weichen Schule Stilarten, wie die Kranich- und Schlangenbewegung. Am vollkommensten wird der weiche Stil von Tai-Chi-Chuan dargestellt.
Ein gemeinsames Merkmal dieser unterschiedlichen Richtungen besteht unter anderem in ihrer Orientierung an Bewegungsformen verschiedener Tierarten wie bereits oben erwähnt. Durch diese Imitation von Tierbewegungen, ist die Grundlage einer Körperschule (Heilgymnastik) gelegt worden.
Die Bewegung des Tigers z.B. vermittelt Kraft,Wildheit und Dynamik; die des Kranichs dagegen Eleganz und Leichtigkeit.
Man hat herausgefunden, daß Tiere dem Körperprinzip unterliegen, d.h. der Körper wird auf effektivste Weise zur Bewältigung von Widerständen eingesetzt. Mit dieser von Menschen praktizierten Nachahmung wird versucht, die „Unvollkommenheit“ des menschlichen Körpers und darüber hinaus die des Geistes zu überwinden.
Jeder der also bereit ist, sich dieser Kampfkunst zu widmen, wird im Laufe der Zeit eine Entwicklung an Körper und Geist feststellen können.